Während der Arbeit an unserem Smart Drive System wurden wir immer besser verschiedene Risiken zu identifizieren und deren Impact abzuschätzen. Jetzt, da der Zeitpunkt der Datenaufnahme endlich beginnt, stellt sich die Frage inwieweit unsere Daten überhaupt aussagekräftig sind.

Da wir einen vergleichsweise günstigen Sensor benutzen sind die Messergebnisse nicht zu 100% genau und es herrscht eine gewisse Grundungenauigkeit. Dies ist bereits im Leerlauf der Sensoren zu beobachten, da diese auch wenn sie nur auf dem Tisch liegen bei den Beschleunigungswerten nicht 0.0 angeben sondern leicht abweichende Werte wie – 0.02 und -0.04. Die Werte schwanken hier in einem niedrigen Bereich, allerdings ist noch nicht klar, in welchem Bereich sich die eigentlichen Messwerte während der Fahrt befinden werden. Liegen die eigentlichen Werte auch in einem Bereich von 0.1 bis 0.01, hätte die Grundungenauigkeit des Sensors eine große Auswirkung auf die Messwerte und könnte diese unbrauchbar machen. Die folgende Grafik zeigt dieses Problem. Wenn die eigentlichen Messwerte (Pink) nicht deutlich größer als die Ungenauigkeit (Blau) sind, wird das Ergebnis stark beeinflusst (Grün). Das könnte beispielsweise dafür sorgen, dass eine Kurve als zu stark wahrgenommen wird (Ausbruch der grünen Kurve in der Mitte), oder eine kleine Kurve untergeht (Grüne Kurve am Ende der Abbildung).

Um dies zu verifizieren wird in den nächsten Tagen ein weiterer Feldtest gestartet, da beim ersten noch kleinere Fehler in der Datenbank für den Verlust von Messdaten gesorgt haben (hierzu vlt. noch ein Blogpost von Johannes). Wir gehen davon aus, dass eine Autofahrt genug Beschleunigung generiert, um nicht von der Messungenauigkeit beeinflusst zu werden. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein sehen wir noch die Möglichkeit einen genaueren Sensor zu verwenden, der eine geringere Ungenauigkeit bei den Messungen aufwirft.

In den folgenden Tagen wird ein Follow-up Post erscheinen, in dem die Ergebnisse zur ersten (gemessenen) Fahrt dargestellt werden. Damit kann auch beurteilt werden, ob die Messungenauigkeit in Zukunft ein Problem für unser Projekt sein wird.

Risiken in der Entwicklung – Sensorungenauigkeit
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