Wie im letzten Blockbeitrag angekündigt, wollen wir euch heute – nach erfolgreichem Projektabschluss – noch etwas über die Zukunftsaussichten von SmartDrive berichten! Dabei möchten wir damit beginnen, wo wir letztes mal aufgehört haben:

1) Datenvirtualisierung

Wie bereits berichtet, lassen sich die Fahrdaten mit Hilfe von Grafana schon recht gut virtualisieren. Allerdings bleibt nach wie vor der genannte Interpretationsspielraum. Man bekommt zwar einen Überblick, wie die Werte während der Fahrt verteilt waren, ob die gemessenen Werte aber nun gut oder schlecht sind lässt sich ohne viel Erfahrung nur schwer bestimmen. Genau das ist es aber, was wir dem Endkunden mit SmartDrive eigentlich bieten möchten.

Die Lösung dafür heißt Machine Learning: zukünftig sollen die Daten aller Fahrer in einem großen Datenpool gesammelt werden. So kann die Software mit Hilfe von Artificial Intelligence ermitteln, was gute und was schlechte Werte sind. So soll ermöglicht werden, dem Fahrer nach der Fahrt eine automatisierte Einschätzung zu geben, wie gut seine Fahrt tatsächlich war.

2) SmartDrive App mit Standort

Zusätzlich soll Grafana vor Release von SmartDrive durch eine moderne Smartphone-App abgelöst werden. So ließen sich die gemessenen Daten nach Fahrtabschluss bequem auf dem Smartphone des Endanwenders darstellen. Mit Hilfe von GPS-Messungen des Smartphones könnten bei Bedarf (in Kombination mit aktuellsten Datenschutzmaßnahmen) auch Standorte zu entsprechenden Messwerten ermittelt werden. So könnten wir dem Anwender eine noch genauere Auswertung seiner Fahrt ermöglichen. Beispielsweise könnten genaue Stellen auf der Fahrtstrecke genannt werden, an denen die G-Werte auffallend hoch oder niedrig waren um den Lerneffekt durch SmartDrive zu maximieren.

Alternativ könnten auch Push-Benachrichtigungen aktiviert werden, um dem Fahrer in Echtzeit Information zu seiner Fahrweise übermitteln.

3) Finalisieren des Hardware-Designs

Aktuell befindet sich unsere Hardware noch in einem prototypischen und wenig benutzerfreundlichen Zustand. Vor Markteinführung soll auf einen kleineren Rechner umgestiegen werden, um die Größe des Device zu optimieren. Der Sensor und die Recheneinheit sollen dann möglichst komprimiert in einer gemeinsame Box installiert werden. So müsste der Anwender die Box im Optimalfall nur mit ins Auto nehmen und an den Strom stecken. Entsprechende Halterungen für das Auto werden passend dazu mitgeliefert. Anschließend muss nur noch die Smartphone App installiert und sich mit dem Device verbunden werden, um die Datenübertragung auf das Handy zu sichern und das SmartDrive-Device mit Internet zu versorgen. So wäre die Benutzerfreundlichkeit auf dem von uns angestrebten Level und das Produkt bereit für die Markteinführung.

4) Zusätzliche Daten & Zielgruppen

Als letzten Punkt, möchten wir noch auf einige weitere Möglichkeiten eingehen, die unser Produkt bietet und die bei großem Erfolg nach Markteinführung in fernen Zukunft zusätzlich angegangen werden könnten. Dazu zählt das Thema zusätzliche Daten. Der verbaute Sensor bietet neben den bisher verwendeten Daten auch Werte zu Rotation und Schräglage des Device. Diese Daten spielen für die bisherigen Anwendungsfälle und Zielgruppen keine bedeutende Rolle. Bei Expansionswunsch könnte man mit Einbindung dieser Daten eventuell aber auch neue Zielgruppen ansprechen:

So wäre eine Auswertung über Rotation während der Fahrt ideal für den Driftsport geeignet. Informationen zu Schräglage während der Fahrt wären sicher ein Schlüsselfaktor für Motorradfahrer. Sei es als Erweiterung für Fahrschulen, um auch Motorradfahrschülern den Mehrwert von SmartDrive bieten zu können, oder einfach für den ambitionierten Motorradfahrer, der seine Skills verbessern möchte. Sollen auch Privatkunden bedient werden, müsste allerdings auch über ein drittes Preissegment ohne Abo-Modell, nachgedacht werden.

Dieser letzte Punkt bleibt vorerst aber Zukunftsmusik und voll und ganz dem Erfolg unseres Smart-Drive Device überlassen dem wir als Projektteam gespannt und voller Vorfreude entgegenblicken.

Smart Drive – Zukunftsaussichten & Mögliche Weiterentwicklungen

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